Langsam, drömelig in Richtung Westen

Nach Reszel gibt es erstmal wenig konkrete Ziele. Stegers/Rzeczenica, den Geburtsort Haralds Mutter hatten wir vor 20 Jahren schon mal gesucht und gefunden – aber wenn man so nah ist, kann auch ein zweites mal sein. Dazu alles, was nicht überlaufen an der Küste ist in den Ferien.

Elblag wurde im Krieg stark zerstört, schon vor Jahrzehnten wurde es neu in alt aufgebaut, der Römer in Frankfurt ist also nicht die erste „Kopie“ Hier Neu-Alt gegen Im-Bau-Alt
Am Wochenende ist hier Triathlon, mal sehen, wie wir morgen in dem Trubel weg kommen. Heute in der Stadt schon alles voll junger Leute: Estland, France, Nürnberg  …
Die Kunstausstellung in der alten Kirche ist beeindruckend. Was man mit alten Mauern alles machen kann.
Die Schrägaufzüge für Schiffe sind ein kleines Erlebnis
Wer war schon mal in Wormditt? Ein süßes kleines Dörfchen und das beste ist die kleine Ausstellung in der Info, die wurde für uns extra  geschlossen.
Störche überall  …
Martinas Fuß schmerzt, von den manchmal üblen Straßen wird sie seekrank. Die letzten paar hundert Kilometer werden noch spannend. (Da war mal Martinas Fuß, den fand sie nicht schön)
Die letzte Station vor Stegers, Schlochau. Das war für meine Mutter die Kreisstadt. Gemütlicher Campingplatz mit vielen glücklichen Familien.
Das alte Haus im Regen
Jetzt zwei Parteien und der Stall ist auch genutzt
Die kleine Kirche mit der Gedenktafel wo auch irgendwo „Ziegenhagen“ steht, jetzt aber nicht mehr zu finden. Ein Maximilian Witt war Dekan und ist 1952 in Dachau ermordet worden.
Mit Familie Austen wollte Opa fliehen, hat er dann irgendwie nicht gemacht, jetzt liegt er kurz vor dem Ural.
Auf dem Friedhof aber nach 70 Jahren nix mehr von Ziegenhagen, warum auch.
Neustettin ist nicht ganz so aufregend, mag auch am Regen liegen.
Maximaler Stau an der Grenze, das war auch von Litauen nach Polen so – tolle Regelung für bessere Grenzen.

Litauen, der letzte der baltischen Staaten und Reszel, unsere Burg von vor 20 Jahren

Dann war die Frage ob Fähre von Klaipeda oder mit Maut durch Polen.

Die Standseilbahn zu unserem Platz, zu Fuß ist Martina schneller.
Die Burg von Kaunas, es gibt ein 25 Jahre altes Foto von uns, zuhause vergleichen wir.
Ist das nicht ein netter Text? Passt sehr gut – auch zum Grund vom Reisen.
Unsere Brücke zur Stadt
100 Meter weiter ist ein Sportflugplatz mit wilder Flugshow – tierisch laut.
Der Berg der Kreuze, viel netter als wir uns den vorgestellt haben. Hier mit perfekter Wolke.
Die Kreuze, viele in Gedenken an die Ukraine, aber auch aus Portugal.
Nachts am Kloster noch netter Besuch.
Bart- und Haarpflege sollte ab und zu sein, bei der Friseurin ging nur lächeln und wenig englisch.
In Siauliai noch viel Arbeit: die Maut für Polen muss auf’s Fon. Dafür war eine Stunde Telefonseelsorge mit der Hotline nötig, danke Jacob.
Fast so jung wie damals!
Und die Burg ist auch gleich.
Da drin haben wir gewohnt, 2 Nächte, 2 verschiedene Zimmer, beide toll.

Nach Estland kommt Lettland, vorher noch die lange Küste, aber „Riga ruft“

Nach Muhu sind wir damals mit dem Motorrad direkt bis Riga gefahren. Auf Muhu eine Retterin für die Übernachtung gehabt. In Riga hat uns damals ein nettes Paar auf dem Motorrad geholfen. Heute wird es einfacher – und langsamer.

Pärnu, hatte vorher keiner auf dem Radar, aber wenn man langsam ist, „erfährt“ man auch neue, kleine Städte  – wieder ein Grund fürs Reisen.
Der kleine Campingplatz an der Ostsee war für 2 Tage über das Unwetter unser Zuhause. Das Endspiel haben wir da gesehen, für Spanien gejubelt, in der Ostsee gebadet, den Förderantrag der KFW abgeschlossen – halt einfach gelebt und das genossen.
Auf dem Weg nach Riga das Münchhausen Museum entdeckt und genossen. Alte Jugenderinnerungen kommen wieder.
Der zentrale Parkplatz für 3 Tage Riga
Der Markt von Riga war 200 Meter entfernt, wir waren jeden Tag da.
Martina auf der Suche nach schönem Leinenstoff
Geschichte gehört im Baltikum dazu, auch unsere aus der Kriegszeit.
In der Kunstakademie eine Fotoausstellung entdeckt.
Unser Abendessen,  nur der Nachtisch und die Toilette,  total nett!
Auf dem Rückweg noch Konstantin, den Straßenmaler angesprochen. Er hat uns für den nächsten Tag noch Stadtviertel mit Street-Art genannt, aber Touristen finden nicht immer alles 😢
Nach wilden 80 Kilometern auf viel unbefestigten, winzigen Straßen Schloss Rundale erreicht, super prachtvoll mit tollem Nachtplatz

Estland

Nach Skandinavien jetzt das Baltikum. Gleich nach der Fähre fühlt man sich wie in Italien – man fährt hier heißblütiger.

Die Russische Botschaft in Tallinn, eine Demo und Anklage.
Restaurant Odessa daneben, ein Zeichen des Lebens
Drama-Theater
Unsere Nachbarn auf dem teuren Parkplatz, aber in 1a Lage
Museum für Alltagskunst, schon nett
Fast wie vor 25 Jahren, viel Rummel, aber liebenswert
Fußball Frankreich – Spanien in Tallinn auf dem größten Platz
Motorrad Museum in Härnu, ohne Anmeldung geklappt
So ein nettes Logo schon außen
Abschmieren muss ab und zu sein, nett und professionell am Weg
Er hatte kurz gefragt, wieviele Tonnen er hat – auf jeden Fall alles gehalten
Haapsalu – was für ein Name und was für ein Sonnenuntergang
Vor 25 Jahren mit dem Motorrad auf Muhu „gestrandet“, nix mehr frei. Eine nette Frau aus der Hotelküche hatte ein Zimmer für uns. Heute ist sie 90 und immer noch geschäftstüchtig. Zwei Söhne, einer gehandicapt, einer Businessmen in Tallinn. Alles hat gepasst. Das Hotel ist seit zwei Jahren geschlossen.
Das ist der Garten, da hat damals der Opa die Fische ausgenommen und die Katze hat die Reste gekriegt.

Weiter Richtung Helsinki

Dabei geht es weiter an der Küste entlang. Saima-Kanal, Kotka, Porvoo sind Stationen. Warum wir reisen: weil es immer wieder neues zu entdecken gibt.

Gedenktafel an die Erweiterung des Saima-Kanals. Ca. Die Hälfte liegt in Russland und ist aktuell abgeschnitten. Der Kanal wurde von Finnland gebaut und das Gebiet hat Russland an Finnland verpachtet.
Das Verkehrsschild zeigt noch die Entfernung nach St. Petersburg – aber grade unerreichbar.
Die Zentrale für den Schleusenwärter, ganz klein bisschen gibt es lokal auch noch Verkehr.
Die Tarmu, ein Eisbrecher von 1907 kann bis ganz drinnen besichtigt werden, 3-Zylinder Dampfmaschine
Kajüte des Kapitäns
Die 3 Zylinder
Die Kabine der Stewardess
So eine Werkstatt habe ich daheim nicht
Das ganze Museum
Porvoo, das kleine „hygge“ Städtchen hat auch ein nettes Restaurant
Helsinki ist natürlich anstrengend, Espoo auch. Sind wir nicht alle immer dabei, die Balance zu halten?
Ob Popcorn immer das wahre ist? Der Vergleich ist aber gut!
So haben wir uns in den 60ern unsere Zukunft vorgestellt. Ist es jetzt besser oder …? Oder ist es woanders besser? Auch ein Grund zum Reisen.
Aalto-City Helsinki und Espoo, die Straßenbahn bringt was Farbe in das Strenge.
Wo geht’s hin? Aus Skandinavien ins Baltikum. Das eine war  -sehr- nett, das andere erkunden wir und finden auch nettes.

Was kann den Silent People folgen? Die Saima Seen und Karelien, Savonnlinna und Lappeenranta

Es geht halt bergab, zumindest auf der Karte. Sonst ist alles im grünen und blauen Bereich und überall finden wir tolle Erlebnisse

Die orthodoxe Kirche in Lappeenranta, ein ganz netter Talk mit dem jungen Guide mit Wurzeln aus Estland, der Ukraine, Finnland und Russland
Unser Platz auf dem Fort in Lappeenranta, es wird schon wieder dunkel
Abendstimmung bei den Sandfiguren
Gulliver in Sand
Die Schnecke auf der kleinen Brücke zum Camping mit Waschmaschine und Sauna
Die Mühle wird ab und zu noch betrieben, die Holzzuleitung zur Turbine
Savonnlinna, hier in der Burg waren wir in der Oper „Figaron häät“
Uusi Valamo, das Kloster ist finnisches Zentrum der orthodoxen Kirche
Uusi Valamo, goldene Krone vor Türmchen

Auf dem laaaangsamen !!! Rückweg.

Wenn nahe Haparanda der Scheitelpunkt der Ostsee erreicht ist, kann es nur noch südwärts gehen – und damit heimwärts. Aber davor kommt noch Finnland, Baltikum und vielleicht Polen wenn noch Kilometer im Po sind.

Silent People im Norden von Suossalmi, eine geniale, fantasievolle Kunst in der Landschaft. Man kann es auch ein wenig gruselig finden, aber wenn man drin rumspaziert, ist es faszinierend, glaubt es uns und fahrt hin.
Unser Ausblick in Suomussalmi, einer Station vor dem „stillen Volk „
Vorher in Puolanka die Welthauptstadt des Pessimismus gefunden – großartig wie die das hinkriegen
Die alte Markthalle in Oulu, bei Regen abends ist da kein Mensch
Die Künstlerinsel Pikkisaari, die Gänse picken an einer Uhr 5 vor 12
So nah hatten wir Fussball noch nie, direkt mit Prügelei. Oulu-Lahti 1:1
Das nette 50er Jahre Schwimmbad. In einer Ecke einige ältere Damen vor einem großen Bildschirm: Unterwasser TaiChiChuan!
So ein nettes Logo fürs Klo
Der dicke Polizist vor der Markthalle beschützt uns immer
Die Roboter liefern Essen, in der App kann man einstellen, welches Lied bei Ankunft gespielt wird. Wir haben heute kurz einen in Kajaani fahren sehen.

Freunde, die wir nicht kannten

Aus dem ALG-Forum den Frühschoppen in Granö gefunden und so nette Begegnungen gefunden. Und damit auch wieder eine Antwort auf die Frage, warum wir reisen…

Ja, wir fahren schon zurück, aber nur weil’s wieder nach Süden geht. Keine Panik, wir haben noch fast 2 Monate 😀

Die nette Begegnung mit Ulf und Rosie in Vitå
Wir haben auch das Rücklicht gefixt und 44 Mücken im Auto gefangen
In Luleå Gamla Stan im Museum mit den Kindern Brot gebacken
Martina in wilder Diskussion
Die nette Führerin erklärt, dass da 8 Menschen geschlafen haben
Theater – aber auf Schwedisch und wir waren zu spät
Die Granöer wohnen hier idyllisch, nicht zu vergessen, manchmal auch Bernd
Martina im kleinen Greenhouse
Der perfekte Frühstücksplatz
Wackelige Brücke
Die Bilder in der Kunstausstellung

Rund um die Ostsee, Start mit dem Frühschoppen in Granö

Nach den ganzen Arbeiten können wir auch mal wieder was länger weg. Miriam, Thomas, Paul und Carla müssen das Haus hüten – und noch ein letztes Bild machen. Der alte Gedanke: warum wegfahren, wenn es hier doch so schön ist? Wir hoffen, die Antwort zu finden.

Wir sind dann mal weg
Auf der Autobahn noch die Fähre Travemünde-Trelleborg gebucht.
Eine Seefahrt die ist lustig, eine Seefahrt die ist schön…
Der Frühstücksplatz nach der Fähre, fährt man deshalb?
Ikea Museum, das war die älteste Küche
Schloss Örebro, ein tolles kleines Städtchen
Kunst in Örebro
Mossagarden, der Biohof mit Vision
Kleine nette Pause
Motala hat ein Radiomuseum, heute aber das größte Jedermann-Radrennen der Welt
Martina im Gespräch mit dem Bäcker in der ältesten Bäckerei Schwedens
Da hat Stefan eine kleine Ausstellung zu Stan Harrison
In Sundvall in der Kneipe mit den Locals viel Spaß mit Mikael gehabt
Was macht denn die da dauernd mit dem roten Ding?
Das Bil-Museum in Härnösand hält uns ganz schön lange auf, nicht vorbeifahren!
Mr Amerika, das waren noch Zeiten!
Ankommen in Rundvik, sind gespannt auf Granö

Warum machen die nix? Die haben was gemacht!

Im letzten Jahr waren wir 2 mal weg: In Dallgow bei den „Patagonieren“ zusammen mit der Konferenz „Kleiner, leichter, langsamer“ in Hannover.
Dann mit Andy in der Eifel. Zusammen fast vier Wochen! Nicht soviel für „Proberente“.
Aber wir sind mit der Baustelle hier auch (fast) fertig: Wärmepumpe steht auf dem Dach – das gab’s vorher garnicht. Solar ist auf Dach und Wand und produziert grade jeden Sonnentag bis zu 70 kWh. Selbst mit beiden E-Autos kriegen wir die nicht verbraten. Wer will ein Eimerchen Strom? Oder mal hier laden? Jetzt ein paar kleine Eindrücke vom letzten halben Jahr.

Der größte Grill von Kendenich – die Aufständerung der Wärmepumpe über der Einfahrt
Die Nischen werden ausgefüllt und gedämmt
Das Wärmepumpenabdeckungsballett mit 100 kg Glas
Das Küken kann schon drunter parken
Das Bad unten ist auch schon fertig
Die Wärmepumpe erklimmmt die neue erhabene Position
… und ist schon fast am Platz
Fast wie eben – aber mit Wärmepumpe, so kann das Küken weiter in die Einfahrt
Es ist aber nicht nur Arbeit, zu Martinas Geburtstag fahren wir zu Pilar nach Granada. Flug bis Madrid und Zug bis Granada
Granada, Pilar, die Alhambra, das Wetter – alles toll
Da wäre noch ein wenig am Gewässer zu renaturieren …
Alles toll ist relativ. Durch das Zugunglück zwischen Madrid und Granada am Tag nach unserer Anreise müssen wir mit dem Bus zurück nach Madrid. Vorgeschmack auf die Busreisen als Rentner.
Das Wetter passt zur Jahreszeit, die Wärmepumpe startet im Kalten, die Industriearchitektur ist schon auch nett.
Siggi schweißt den Rahmen für die Solarplatten auf der Garage
Die Dachdecker haben den Schornstein entfernt und montieren die Solarplatten
Carla (die jüngste Mitbewohnerin unten) freut sich über die Blüten am Apfelbaum – und sicher auch im Herbst über die Äpfel.
Die Schnecke kuschelt sich zwischen die beiden anderen und freut sich, mit uns in den Norden zu fahren.